Fortsetzung von Teil 1
Multipliziert die Grundfarbe mit der Angleichungsfarbe. Die Ergebnisfarbe ist immer dunkler. Wird eine Farbe mit Schwarz multipliziert, ist das Ergebnis immer Schwarz. Wird eine Farbe mit Weiß multipliziert, bleibt die Farbe unverändert. Die Wirkung entspricht dem Zeichnen auf einer Seite mit mehreren Textmarkern. InDesign-Handbuch
Multiplizieren kann ein anderes Ergebnis haben als Überdrucken. Und es entspricht eher den Erwartungen. Auch kann das Ergebnis wie beim Überdrucken rechnerisch ermittelt werden, allerdings ist die Formel komplizierter, wie Gerald Singelmann in HilfDirSelbst.ch geschrieben hat.
Jeder Kanal berechnet sich aus: 100-((100-w1)*(100-w2)/100)
wobei w1 der Prozentwert des einen, w2 der Prozentwert des anderen Kanals bedeutet.
Am Beispiel aus Teil 1 zeigt sich der Unterschied zum Überdrucken.

Mit Singelmanns Formel läßt sich das Ergebnis nachvollziehen: 100-((100-30)*(100-50)/100)=65% C
Ein Farbe kann sich nicht selbst überdrucken (links), kann aber sehr wohl multipliziert werden (rechts).
Auch das zweite Beispiel macht den Unterschied deutlich.

Zwischen Überdrucken (links) und Multiplizieren (recht) gibt es also einen erheblichen Unterschied.
Die Formel hier angewandt ergibt:
für Cyan: 100-((100-75)*(100-50)/100)=87% C
für Gelb: 100-((100-30)*(100-0)/100)=30% Y

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