Mit den Voreinstellungen in InDesign hat so mancher InDesigner seine Probleme. Da sie immer umfangreicher werden, man sie aber eher selten braucht, geht es auch mir manchmal so, dass ich hilflos durch die Einstellungen klicke – auf der Suche nach einem bestimmten Punkt und ohne überhaupt die Funktion aller Punkte zu kennen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, sie nach und nach abzuarbeiten, um so einen kompletten Überblick über die Voreinstellungen in InDesign CS3 zu bekommen.
Die bisherigen Folgen:
InDesign Voreinstellungen
(1): Allgemein
(2): Benutzeroberfläche
(3): Eingabe
(4): Erweiterte Eingabe
(5): Satz: Teil 1 (Markieren)
(5): Satz: Teil 2 (Konturenführung)
(6): Einheiten & Einteilungen
(7): Raster
(8): Hilfslinien und Montagefläche
(9): Wörterbuch
(10): Rechtschreibung und Autorkorrektur
Notizen haben in CS3 einen eigenen Menüpunkt bekommen. Da die Verwendung von InDesign zusammen mit Incopy als Redaktionssystem ein wichtiges Einsatzgebiet des Programms ist, hat Adobe der Notizfunktion vermutlich diesen prominenten Platz spendiert:

Auch in den Voreinstellungen haben die Notizen einen eigenen Punkt bekommen:

Notizen bieten die Möglichkeit, in den Textfluss Anmerkungen einzufügen. Diese Funktion kann durchaus auch hilfreich sein, wenn man nicht in einem redaktionellen Umfeld arbeitet. Sei es als Merkhilfe für einen selbst oder für Kollegen, die mit der Datei arbeiten müssen, bieten die Notizen eine einfache Möglichkeit, Informationen an der richtigen Stelle zu hinterlegen.

Mit kann eine Notiz eingefügt werden und wird mit einem so genannten Notizanker im Text angezeigt. Ist in den Voreinstellungen ausgewählt, so wird die Notiz mit Autor, Zeit und Text in einem Quickinfo-Fenster angezeigt, wenn man mit dem Cursor auf den Notizanker zeigt.

Arbeitet man im Textmodus (n oder ctrl-Y bzw. cmd-Y) so werden die Notizen ebenfalls angzeigt:

Per Doppelklick auf die schwarzen Pfeile am Anfang oder Ende der Notiz kann man die Notiz aus- und einblenden:

In den Voreinstellungen kann angegeben werden, ob die Notizen bei der Rechtschreibprüfung und beim Suchen und Ersetzen einbezogen werden sollen.
Notizen sind eine benutzerbezogene Version, d.h. mit Notizen kann nur gearbeitet werden, wenn in InDesign ein Benutzer angelegt ist. Das geschieht über :

Wird in den Voreinstellungen dann angegeben, dass die Notizfarbe die Benutzerfarbe sein soll, so kann anhand der Farbe leicht der Autor der Notiz identifiziert werden. Mit kann schließlich gewählt werden, ob im Textmodus der Texthintergrund in der Notizfarbe erstrahlen oder weiss sein soll.
Nächste Folge: InDesign Voreinstellungen (12): Textmodusanzeige…

Kann man die Notizen auch mit andrucken lassen? Ähnlich wie in MS Powerpoint?
Nö, so direkt geht das meines Wissens nicht.
Es gab mal eine Diskussion im Adobe Forum zu diesem Thema und einen Workaround mit einem Skript. Ob das mit neueren Programmversionen auch noch geht, habe ich nicht getestet.
http://forums.adobe.com/thread/289019?tstart=-1