Archiv für Juli 2008

InDesign Voreinstellungen (13): Anzeigeleistung

Dienstag, 29. Juli 2008

Eingangillustration zum Thema Anzeigeleistung

Mit den Voreinstellungen in InDesign hat so mancher InDesigner seine Probleme. Da sie immer umfangreicher werden, man sie aber eher selten braucht, geht es auch mir manchmal so, dass ich hilflos durch die Einstellungen klicke – auf der Suche nach einem bestimmten Punkt und ohne überhaupt die Funktion aller Punkte zu kennen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, sie nach und nach abzuarbeiten, um so einen kompletten Überblick über die Voreinstellungen in InDesign CS3 zu bekommen.

Die bisherigen Folgen:
InDesign Voreinstellungen
(1): Allgemein
(2): Benutzeroberfläche
(3): Eingabe
(4): Erweiterte Eingabe
(5): Satz: Teil 1 (Markieren)
(5): Satz: Teil 2 (Konturenführung)
(6): Einheiten & Einteilungen
(7): Raster
(8): Hilfslinien und Montagefläche
(9): Wörterbuch
(10): Rechtschreibung und Autorkorrektur
(11): Notizen
(12): Textmodusanzeige…

Seit “What you see is what you get” wollen wir eine möglichst detaillierte Bildschirmanzeige. Schrift und Grafik sollten so dargestellt werden, wie sie später auf dem Papier aussehen werden. Dass da auch unsere modernen Rechner noch überfordert sein können, hat sicherlich jeder schon gemerkt, wenn er mit einer Datei arbeitet, die viele, große Grafiken enthält. Das Neuberechnen der Bildschirmanzeige nach jeder Veränderung der Ansicht kann unsere Geduld vor dem Bildschirm dann arg strapazieren. Da ist es sinnvoll, die InDesign-Einstellungsmöglichkeiten der Anzeigeleistung zu nutzen.
Abgesehen von den Voreinstellungen findet man diese an zwei Stellen im Programm. Einmal unter Ansicht | Anzeigeleistung, wo die Einstellung für das ganze Dokument vorgenommen wird. Zum Zweiten unter Objekt | Anzeigeleistung, wo die Einstellungen für einzelne Grafiken vorgenommen werden können. Den zweiten Punkt erreicht man auch durch einen Rechtsklick auf ein aktiviertes Objekt.

InDesign bietet drei Anzeigequalitäten:

3 Qualitäten der Anzeigeleistung

Hier wurde für jedes Objekt einzeln die Anzeigeleistung eingestellt: Schnelle Anzeige, Typische Anzeige und Anzeige mit hoher Qualität.

Geöffnet wird ein Dokument immer in der in den Voreinstellungen eingestellt Standardansicht:

Die Stndardanzeigeleistungsoption

Diese für das ganze Dokument gültige Einstellung wird nicht mit dem Dokument gesichert. Allerdings gibt es die Möglichkeit, für einzelne Objekte die objektspezifischen Einstellungen mit dem Dokument zu sichern, sodass sie beim erneuten Öffnen berücksichtigt werden. Dann muss Objektspezifische Anzeigeeinstellungen beibehalten aktiviert sein. Das kann dann sinnvoll sein, wenn mächtige Grafiken das Öffnen des Dokumentes sehr verlangsamen würden.

Durch Deaktivieren dieser Einstellung können in einem Dokument alle objektspezifischen Einstellungen auf einmal entfernt werden.

3 Stufen der Anzeigeleistung

Die Eigenschaften dieser drei Einstellungen sind veränderbar.

Anpassen der Vorgaben für die Anzeigeleistung

Wie die drei Ansichten für die Grafiken sich am Bildschirm auswirken, kann hier eingestellt werden.

Allerdings wird die Darstellungsqualität von Bildern am Bildschirm auch noch von anderen Faktoren beeinflußt:

Darstellung zweier Bildere in 100%

Bei 100%-Darstellung werden diese Bilder gleich dargestellt. Die Informationen zeigen, dass das linke Bild in InDesign stark verkleinert, während das rechte vor dem Import in Photoshop neu berechnet wurde.

Ansicht in 1600%

Vergrößerte Bildschirmdarstellung

Obwohl für beide Bilder Typische Anzeige angegeben ist, werden sie bei 1600%-Darstellung unterschiedlich dargestellt. Das liegt daran, dass das Vorschaubild, das InDesign beim Platzieren generiert, von der Größe des Originalbildes abhängig ist. Wird für die kleine Bild Anzeige mit hoher Qualität gewählt, so wird die Vorschau neu berechnet und man bekommt eine bessere Darstellung.

Kantenglättung aktivieren verbessert laut InDesign-Hilfe die Darstellung von Text und Bitmap-Bildern.

Schließlich das Ausgrauen des Textes: Da es um die Bildschirmdarstellung geht, ist die anzugebende Punktgröße kein absoluter Wert. Ist beispielsweise 7 Punkt angegeben, so bedeutet das nicht, dass Schrift in dieser Größe grundsätzlich ausgegraut dargestellt wird. Vielmehr wird 7 Punkt-Schrift bis zu einer Bildschirmdarstellung von 100% als Schrift und ab 99,9% als grauer Balken dargestellt. Andererseits wird eine 4-Punkt-Schrift bei einer auf 200% vergrößerten Bildschirmdarstellung weiterhin als Schrift dargestellt.

InDesign Voreinstellungen (14): Schwarzdarstellung

Zeichen und Metazeichen in InDesign

Donnerstag, 24. Juli 2008

Zeichen.pdf ist eine Übersicht über häufig gebrauchte Zeichen und Metazeichen in InDesign, die ich im letzen Jahr erstellt und immer wieder aktualisiert habe. Benötigt man das Tastaturkürzel, sucht nach solchen Zeichen im Text- oder Grep-Modus, schaut nach dem Unicode-Wert des entsprechenden Zeichens oder möchte einfach die englische Übersetzung der Bezeichnung wissen: in vielen Fällen wird dieses PDF helfen können. Jetzt gibt es ein Update anlässlich einer Diskussion auf HilfDirSelbst.ch über “harte” und “weiche” Zeilenumbrüche.

5.8. 2008: Ein neues Update behebt einen Fehler, auf den Tim Gouder vom InDesign-Blog: s&h tipp der Woche aufmerksam gemacht hat: Die Metazeichen für Geschützes Leerzeichen und Geschützes Leerzeichen (feste Breite) waren vertauscht. Ein Fehler, den ich von der InDesign-Hilfe abgeschrieben habe, auch dort sind diese Zeichen vertauscht.

InDesign Voreinstellungen (12): Textmodusanzeige…

Dienstag, 22. Juli 2008

Mit den Voreinstellungen in InDesign hat so mancher InDesigner seine Probleme. Da sie immer umfangreicher werden, man sie aber eher selten braucht, geht es auch mir manchmal so, dass ich hilflos durch die Einstellungen klicke – auf der Suche nach einem bestimmten Punkt und ohne überhaupt die Funktion aller Punkte zu kennen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, sie nach und nach abzuarbeiten, um so einen kompletten Überblick über die Voreinstellungen in InDesign CS3 zu bekommen.

Die bisherigen Folgen:
InDesign Voreinstellungen
(1): Allgemein
(2): Benutzeroberfläche
(3): Eingabe
(4): Erweiterte Eingabe
(5): Satz: Teil 1 (Markieren)
(5): Satz: Teil 2 (Konturenführung)
(6): Einheiten & Einteilungen
(7): Raster
(8): Hilfslinien und Montagefläche
(9): Wörterbuch
(10): Rechtschreibung und Autorkorrektur
(11): Notizen

Ein häufig zu wenig beachtetes, dennoch ausgesprochen nützliches Werkzeug ist die Textmodusanzeige. Wie der Name sagt, kann man sich damit den Text des InDesign-Dokumentes nur mit den grundlegenden Formatierungen (fett, kursiv…) anzeigen lassen. Der Textabschnitt, in dem der Textcursor steht, wird mit Bearbeiten | Im Textmodus bearbeiten oder flotter mit Befehl+Y (oder Ctrl+Y auf dem PC) in einem neuen Fenster angezeigt. Bei Text-Korrekturen in langen Texten oder sehr kleiner Typo ist die Textmodusanzeige sehr viel bequemer.

Anzeige im Textmodus

Es öffnet sich ein Fenster mit dem Textabschnitt. Die im Dokument vorgenommene Aktivierung bleibt erhalten. Die linke Spalte zeigt die Absatzformate, das “Tiefenlineal” in der Mitte gibt die Maße in mm gemessen ab dem oberern Rand des Textrahmens. Änderungen im Text-Fenster werden sofort im Layout-Fenster angezeigt.

Die Voreinstellungen für den Textmodus

Die Voreinstellungen sprechen für sich selbst. Das Aussehen des Textes und des Hintergrundes kann nach persönlichen Vorlieben eingestellt werden.

Neben den Voreinstellungen gibt es auch noch im Menü Ansicht | Textmodus Einstellmöglichkeiten. Hier kann eingestellt werden, welche Elemente im Textmodus-Fenster angezeigt werden sollen.

Unverzichtbar ist die Textmodusanzeige, wenn man mit Elementen arbeitet, die nur durch Symbole im Text gezeigt und dann im Layout-Modus schwer auszumachen sind:

Verankertes Objekt in der Textmoduanzeige

Verankertes Objekt in der Textmodusanzeige (siehe auch hier)

Indexmarken in der Textmodusanzeige

Indexmarken in der Textmodusanzeige

Notizmarker in der Textmodusanzeige

So werden Notizen in der Textmodusanzeige dargestellt. Mit einem Klick auf die Pfeile kann der Notiztext verborgen werden.

XML in der Textmodusanzeige

Die Darstellung von XML in der Textmodusanzeige ist anschaulicher als in manch einem speziellen XML-Editor.

Nächste Folge: InDesign Voreinstellungen (13): Anzeigeleistung

GREP-Spielwiese

Montag, 21. Juli 2008

“Die Idee des Programmes ist, dass Sie herumspielen” schreibt Kris Coppieters von der Neuseeländischen Firma Rorohiko. Er hat einen verregneten Sonntag dazu genutzt eine Online-Anwendung zu schreiben, in der die GREP-Suche geübt werden kann. “GREP-Tutor” ermöglicht es, am selbstgewählten Mustertext den GREP-Ausdruck, Platzhalter für Gefundenes sowie den gefundenen Text anzuzeigen und verschiedene Möglichkeiten zu testen.