InDesign Voreinstellungen (16): Zwischenablageoptionen
Mittwoch, 29. Oktober 2008Zwischenablageoptionen ist der letzte Punkt der Serie über die InDesign-Voreinstellungen. Damit ist meine Fleißarbeit, die Voreinstellungen abzuarbeiten, vollendet. Ein eigenes Thema ist noch die Frage, wie diese Voreinstellungen wirken: gelten sie für das Programm und damit immer, wenn man mit InDesign arbeitet? Gelten sie nur für das aktuelle Dokument oder für alle zukünftig neu angelegten Dokumente? Zu diesem Thema hat Haeme Ulrich leider nur Andeutungen gemacht. David Blattner setzt sich mit diesem Thema (auch nicht sehr ausführlich) auf InDesignSecrets auseinander.
Die bisherigen Folgen:
InDesign Voreinstellungen
(5): Satz: Teil 2 (Konturenführung)
(8): Hilfslinien und Montagefläche
(10): Rechtschreibung und Autorkorrektur

Kopieren und Einfügen ist innerhalb eines Programms gängige Praxis, wenn es darum geht, Objekte oder Texte von einer Stelle an eine andere zu bringen. Solange es um Text geht, ist dieses Vorgehen auch zwischen Anwendungen weitgehend problemlos. Geht es um andere Objekte, so ist bei der Arbeit mit InDesign in den meisten Fällen das dem Kopieren und Einfügen vorzuziehen. Lediglich wenn Illustrator-Objekte in InDesign bearbeitet werden müssen, bleibt nur Kopieren und Einfügen.
Objekte
Im ersten Teil dieser Voreinstellungen geht es um das Kopieren und Einfügen von Objekten im Gegensatz zum Text. Standardmäßig ist hier Beim Einfügen PDF bevorzugen eingestellt. Diese Einstellung ist den meisten Fällen sinnvoll. Will man allerdings Illustrator-Objekte in InDesign weiterbearbeiten können, so muss diese Einstellung abgewählt werden. Statt PDF muss AICB ausgewählt werden. Dieses Kürzel steht für Adobe Illustrator Clip Board:

Zwei Wege, Illustrator-Dokumente in InDesign einzufügen: Links wird das Objekt als Bild (PDF) eingefügt, rechts wird es zum InDesign-Objekt und kann weiter bearbeitet werden.
Die zweite Einstellung PDF in Zwischenablage kopieren ist für das Kopieren und Einfügen von InDesign-Objekten in andere Programme relevant. Ist diese Einstellung ausgewählt, so wird das InDesign-Objekt in der Zwischenablage in ein PDF konvertiert und kann dann sowohl in Photoshop als auch Illustrator eingefügt werden. In Photoshop wird es zu einem Smart Object, in Illustrator ist das Objekt dann noch weitgehend bearbeitbar.
Text
Woran häufig nicht gedacht wird, ist die Tatsache, dass auch beim Kopieren und Einfügen von Text aus anderen Anwendungen, Formatinformationen enthalten sein können. Das führt gelegentlich dazu, dass der eingefügte Text nicht wie erwartet in InDesign ankommt.
Das folgende Beispiel zeigt einen Text in NeoOffice (einer Open Office Variante für Mac OS X), in dem unterschiedliche Textformate verwendet worden sind.

Wird dieser Text in InDesign eingefügt, so bekommt man je nach Voreinstellung ein unterschiedliches Ergebnis:

Die Einstellung führt dazu, dass die Formatierungen des kopierten Textes beim Einfügen nicht berücksichtigt wird. Welches Format der Text hier bekommt, hängt von den Absatz- bzw. Zeichenformateinstellungen in InDesign ab.
Rechts sieht man das Ergebnis der Einstellung
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Das Übernehmen der Formatierung kann nur funktionieren, wenn die erforderlichen Schriften im Dokument aktiviert sind, sind sie das nicht, so erscheint der Text (entsprechend der Voreinstellung Satz) farbig hinterlegt als Hinweis darauf, dass die Schrift nicht vorhanden ist.
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