Ein immer wieder nachgefragtes Feature bei Tabellen ( z.B hier oder hier) ist die Möglichkeit, die Konturen transparent darzustellen.

Dieses Beispiel könnte man auch noch durch das Platzieren einzelner Rahmen lösen. Werden es aber mehr Zeilen und Spalten wird es schnell sehr anstrengend.
Bisher war die “elegante” Lösung, eine Tabelle anzulegen, bei der schmale Zeilen und Spalten als Kontur dienen.

Auch diese Lösung erfordert einige Mühe. Man stelle sich nur eine ganzseitige Tabelle vor, bei der im zweiten Korrekturgang die Konturen doch einen halben Millimeter breiter werden sollen. Das geht dann nur Spalte für Spalte und Zeile für Zeile.
Da kommt dann die Lösung, die sich aus einer Diskussion im InDesign-Forum auf HilfDirSelbst.ch ergab, gerade recht. Da hat ein findiger InDesign-Skripter herausgefunden, dass man Konturen den Typ “kein” zuweisen kann:

Durch Klicken im Kontur-Bedienfeld erreicht man die “typlose” Kontur nicht. Da hilft nur ein Skript.
Diese Kontur ohne Typ erreicht man, indem bei mit dem Textwerkzeug ausgewählter Tabelle das Skript aufgeruft. Weist man jetzt den Zellflächen eine Farbe zu wird man allerdings enttäuscht: die transparenten Konturen sind nicht sichtbar:

Die Zellflächen ignorieren die Konturstärke. Die transparenten Konturen sind nicht sichtbar.
Auch die Lösung dieses Problems findet man in besagtem Forumseintrag: InDesign bietet die Möglichkeit, Zellen mit diagonalen Linien zu versehen.

Wählt man eine ausreichende, eigentlich viel zu große, Linienstärke, sodass die diagonale Linie die ganze Fläche ausfüllt, kann auch auf diesem Weg einer Zellfäche eine Farbe zugewiesen werden.

Diagonale Linien berücksichtigen die Konturstärke und können so für diesen Zweck “missbraucht” werden.

Spätestens bei einer solchen Tabelle mit vielen Zellen wird man dankbar zu dieser Lösung greifen, da weiterhin alle Tabellenfunktionen zur Verfügung stehen und etwa die Konturenstärke schnell und einfach modifiziert werden kann.
Allerdings funktioniert dieses Skript nur mit InDesign CS 5.5. Es wird sich zeigen, ob sie mit der neuen Version des Programms auch noch funktioniert – oder Adobe die Funktion integriert hat.


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